KulturMittwoch

Kulturförderung: Es geht nicht nur um Geld (Mitschnitt des Webinars vom 13.1.2010)

Screenshot KuMi-Webinar

Beim ersten KulturMittwoch-Netztreff am 13. Januar 2010 ging es um den Einfluss öffentlicher Förderung auf den Kulturbereich. Dass sich dabei nicht immer alles sofort ums Geld drehen muss, wurde schnell klar. In einer unkonventionellen und offenen Diskussionsrunde kam der Einfluss des Social Web auf die Kommunikation von Kulturinstitutionen ebenso zur Sprache wie die vielfältigen Ideenansätze der so genannten freien Kulturszene. Da ein Wissensnetzwerk wie der KulturMittwoch vor allem vom Praxisbezug lebt, bildete der Austausch von Erfahrungen und Haltungen zur der im Vorhinein initiierten Kulturmittwochsfrage „Lässt sich kulturelle Vielfalt nur durch verlässliche öffentliche Förderung sicherstellen?“ einen weiteren wichtigen Schwerpunkt der fast zweistündigen „Premiere“ in der Reihe der geplanten KulturMittwoch-Webinare. (tk)

Link: Mittschnitt des ersten KulturMittwoch-Webinars (101 Minuten)

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Kulturmittwochsfrage vom 4. bis 12.1.2010

Wir freuen uns über eine rege Beteiligung an der Online-Umfrage.

Am 13.  Januar um 21 Uhr hat ein offenes KulturMittwoch-Webinar zu diesem Thema stattgefunden. Hier gibt es den Mitschnitt des Webinars zum Nachverfolgen.

Kommentare im Blog zum Pro und Contra der Notwendigkeit öffentlicher Kulturförderung sind ebenfalls willkommen.

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Rotstift kontra Kultur

Während der Eröffnung der Händelfestspiele 2009 in Halle (Saale) machte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) im Juni deutlich, dass es weitere einschneidende Sparmaßnahmen im Kulturetat geben werde – ohne Details zu nennen. Die Reaktionen der Musiker der Staatskapelle Halle waren zwar still, aber für jeden Zuschauer im Saal erkennbar: Entsetzen in den Gesichtern.

Und wenn man sich die Meldungen der letzten Wochen in Erinnerung ruft, so ist die Ankündigung Böhmers keine regionale Einzelerscheinung. Auch der schleswig-holsteinische Kulturminister Ekkehard Klug (FDP) kündigte einen strikten Sparkurs an.

Die Kommunen haben mit Kürzungen der Landeszuweisungen zu kämpfen und sehen sich ebenfalls gezwungen, bei ihren Kulturetats den Rotstift anzusetzen.

Während der Deutsche Bühnenverein mehr Geld für die Kultur in den Kommunen fordert, denkt Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bereits laut über einen Kultur-Notfond nach.

Und in Halle (Saale), Köln und Trier wird über das Beispiel der Stadt Weimar nachgedacht. Dort gibt es seit wenigen Jahren eine kommunale Kultursteuer – auch Kulturtaxe genannt – die auf alle Hotelübernachtungen erhoben wird.

Natürlich regt sich auch vereinzelt Widerstand. So wirft der Essener Intendant und GMD Stefan Soltesz der Politik vor, dass die Kultur zum Sündenbock maroder Haushalte gemacht werde.

Auch der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden, Martin Roth, meldete sich im MDR zu Wort und „hat die Politik aufgefordert, in Zeiten der Krise Kunst und Kultur nicht leise sterben zu lassen“.

Doch es sind einsame Rufer in der Politikwüste und ihre öffentlichen Meinungsäußerungen stellen eher das kurze Aufflackern eines Feuers auf einer Insel dar, als dass man da organisierten Widerstand vermuten könnte. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass jedes Theater, jedes Museum, jedes Orchester für sich kämpft und hofft, dass der Kelch mit dem bitteren Sparsaft an ihnen vorbei geht oder am Ende doch nicht ganz so bitter ist, wie erwartet.

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KulturMittwoch auf Twitter

Der KulturMittwoch versteht sich von Anfang an als offenes, breit angelegtes Wissensnetzwerk. Mit dem Hashtag #KuMi in seiner Doppeldeutigkeit – zum einen als KulturMittwoch und zum anderen als KulturMitteilung – wollen wir  Kultureinrichtungen, Kulturgestalter, Kulturvermittler, Kulturveranstalter und Kulturinteressierte dazu einladen, ihre Mitteilungen auf Twitter mit diesem Hashtag zu versehen, um in Zeiten von Einsparungen und Verschärfungen die Vielfältigkeit des Kulturgeschehens verstärkt nach aussen aufzuzeigen und Informationen zu vernetzen.

So wie es den #followfriday oder den #musicmonday gibt, soll es auch den #KuMi als feste Größe geben.

Für die Macher/innen selbst bieten wir in unbestimmten Abfolgen die Möglichkeit des Erfahrungsausstausches oder der Ideengebung in so genannten Webinaren.

Der KulturMittwoch hat übrigens auch einen eigenen Twitter-Account: @kulturmittwoch

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Um was es gehen kann!

Man spricht gegenwärtig häufig von einer Krise in der Kultur. Viele große und kleine Akteure sehen sich zunehmend mit finanziellen Kürzungen ihrer Budgets konfrontiert oder müssen viel härter als bislang um Selbstverständliches kämpfen.

Der KulturMittwoch möchte in dieser Situation dazu anregen, in loser Folge nicht nur die scheinbaren Nöte miteinander zu teilen, sondern vielmehr die durchaus vorhandenen vielfältigen Ressourcen von Kunst und Kultur auszuloten, Wissenslücken zu schließen und gemeinsame Ideen anzustoßen. Dies gelingt am besten, wenn die lokalen Grenzen eingerissen werden und ein spartenübergreifender Austausch auf vielen Kanälen in Gang gesetzt wird.

Der KulturMittwoch versteht sich deshalb von Anfang an als offenes Podium für Akteure aus allen Bereichen von Kunst und Kultur.

Machbar ist …
über den KulturMittwoch

  • konzentrierte Aktionen über Twitter jeweils mittwochs mit #KuMi
  • Kulturgestalter, Kulturveranstalter, Kulturbetreuer, Kulturbegeisterte für den #KuMi gewinnen und aktiv in Kommuniktion treten
  • unregelmäßige Treffen in Webinaren zu verschiedenen Themen
  • agierendes Wirken hinsichtlich des kulturellen Geschehens in den verschiedenen Regionen und Bereichen
  • Stärkung der „eigenen” Arbeit sowie eine wirksamere Vertretung auf kulturpolitischer Ebene
  • eine offene Diskussions- und Austauschplattform auf freiwilliger, wiederkehrender Basis
  • eine aktive Gesprächsbeteiligung aller Anwesenden
  • die Möglichkeit, an der inhaltlichen Gestaltung der Treffen mitzuwirken

Denkbar ist…

  • die Vernetzung von kulturellen Institutionen, Einzelpersonen, Gruppen und Vereinen regional und überregional
  • die Schaffung einer Plattform für kulturellen Austausch
  • die gemeinsame Umsetzung von Visionen
  • die Vereinigung von Interessen und Kräften unter Einsatz des Social Web
  • der regelmäßige und offene Austausch von Gedanken und Ideen
  • das Profitieren voneinander
  • das langfristige Verändern der kulturellen Situation(en)
  • die Initiierung von Multiplikationsschienen
  • die gemeinsame Nutzung von offenen Kanälen zur Stärkung der Kultur

… und noch vieles mehr.

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Kulturmittwoch auf Twitter

… ein offenes Wissensnetzwerk

Der KulturMittwoch will den praktischen Austausch von Wissen, Ideen, Konzepten, Projekten etc. zwischen Akteuren aller Kulturbereiche befördern.