KulturMittwoch

Zur Praxis von Kulturförderung (Mitschnitt des Webinars vom 31.3.2010)

Screenshot des KulturMittwoch-Webinars am 31.3.2010

Beim dritten KulturMittwoch-Webinar am 31. März 2010 stand der Erfahrungsaustausch zur Praxis der Kulturförderung ganz im Mittelpunkt der Diskussion. In einer Runde von sechs Teilnehmern konnte vieles offen angesprochen und zahlreiche Knackpunkte benannt werden. Zum Ende des Netztreffs wurde auch über die Zukunft der KulturMittwoche beraten sowie Themenvorschläge für die nächsten Webinare unterbreitet.

Links zum Mitschnitt des Webinars – zum Reinschauen und Nachhören (Länge: 78 Minuten):  in hoher Qualität (m4v, 267 MB) | in niedrigerer Qualität (mp3, 36 MB) | Dank an @knipsbuex für die Aufzeichnung (auf der er leider selbst nicht zu hören ist)

Im Webinar erwähnte ergänzende Ressourcen:
http://www.nmz.de/artikel/der-grosse-pinsel-uebertuencht-die-wurzeln
http://www.internetradio.de/index.php/streams/kulturstream.html

Gleich im Kalender vormerken: Der nächste KulturMittwoch-Netztreff findet am 28. April 2010 um 21 Uhr statt. (tk)

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Kulturförderung: Brandstifterin im eigenen Haus?

Im kommenden KulturMittwoch-Webinar am 31.3. dreht sich thematisch alles um die Passgenauigkeit von Kunst- und Kulturförderung. Zu Beginn wird Dorothée Hahne, freischaffende Komponistin und Gründerin eines Musikverlages (http://dorotheehahne.de/ bzw. http://www.newsic.de/), in einem Kurzinterview von ihren ganz persönlichen Erfahrungen der letzten zehn Jahre in NRW berichten. Das mögliche Konfliktpotenzial in der Förderpraxis ist bekanntlich riesig, zumal es vielfach an Nachhaltigkeit, Kommunikation und Transparenz mangelt – mit entsprechenden, fast zwangsläufigen Konsequenzen für alle Beteiligten. Denn unabhängig vom Geldgeber besteht das Grundproblem generell darin, wirtschaftliche und inhaltliche Aspekte bei einer Förderung unter einen Hut zu bringen.

Wie frei kann sich Kunst und Kultur in diesem Geflecht von Anforderungen und Verbindlichkeiten entfalten? Braucht es ein generelles Umdenken in der Förderpraxis? Und läuft Kulturförderung nicht manches Mal Gefahr, zur Brandstifterin im eigenen Haus zu werden?

Wir laden deshalb alle, die mit Kulturförderung – ob nun öffentlich oder privat – in irgend einer Form befasst sind, zu einer konstruktiven Diskussionsrunde und regem Praxisaustausch ein.

Das KulturMittwoch-Webinar beginnt um 21 Uhr und wird per Skype-Konferenz realisiert (Skype-Name/ID: kulturmittwoch). Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 24 Personen begrenzt. Benötigt werden zur Teilnahme lediglich ein Skype-Account, die entsprechende Software und eine Online-Verbindung. Alle weiteren technischen sowie organisatorischen Informationen sind im Doku-Wiki einzusehen. Bitte machen Sie auch von der Möglichkeit Gebrauch, sich in die dort vorhandene Teilnehmerliste einzutragen. (tk)

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Kulturförderung: Es geht nicht nur um Geld (Mitschnitt des Webinars vom 13.1.2010)

Screenshot KuMi-Webinar

Beim ersten KulturMittwoch-Netztreff am 13. Januar 2010 ging es um den Einfluss öffentlicher Förderung auf den Kulturbereich. Dass sich dabei nicht immer alles sofort ums Geld drehen muss, wurde schnell klar. In einer unkonventionellen und offenen Diskussionsrunde kam der Einfluss des Social Web auf die Kommunikation von Kulturinstitutionen ebenso zur Sprache wie die vielfältigen Ideenansätze der so genannten freien Kulturszene. Da ein Wissensnetzwerk wie der KulturMittwoch vor allem vom Praxisbezug lebt, bildete der Austausch von Erfahrungen und Haltungen zur der im Vorhinein initiierten Kulturmittwochsfrage „Lässt sich kulturelle Vielfalt nur durch verlässliche öffentliche Förderung sicherstellen?“ einen weiteren wichtigen Schwerpunkt der fast zweistündigen „Premiere“ in der Reihe der geplanten KulturMittwoch-Webinare. (tk)

Link: Mittschnitt des ersten KulturMittwoch-Webinars (101 Minuten)

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Kulturmittwochsfrage vom 4. bis 12.1.2010

Wir freuen uns über eine rege Beteiligung an der Online-Umfrage.

Am 13.  Januar um 21 Uhr hat ein offenes KulturMittwoch-Webinar zu diesem Thema stattgefunden. Hier gibt es den Mitschnitt des Webinars zum Nachverfolgen.

Kommentare im Blog zum Pro und Contra der Notwendigkeit öffentlicher Kulturförderung sind ebenfalls willkommen.

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Rotstift kontra Kultur

Während der Eröffnung der Händelfestspiele 2009 in Halle (Saale) machte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) im Juni deutlich, dass es weitere einschneidende Sparmaßnahmen im Kulturetat geben werde – ohne Details zu nennen. Die Reaktionen der Musiker der Staatskapelle Halle waren zwar still, aber für jeden Zuschauer im Saal erkennbar: Entsetzen in den Gesichtern.

Und wenn man sich die Meldungen der letzten Wochen in Erinnerung ruft, so ist die Ankündigung Böhmers keine regionale Einzelerscheinung. Auch der schleswig-holsteinische Kulturminister Ekkehard Klug (FDP) kündigte einen strikten Sparkurs an.

Die Kommunen haben mit Kürzungen der Landeszuweisungen zu kämpfen und sehen sich ebenfalls gezwungen, bei ihren Kulturetats den Rotstift anzusetzen.

Während der Deutsche Bühnenverein mehr Geld für die Kultur in den Kommunen fordert, denkt Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bereits laut über einen Kultur-Notfond nach.

Und in Halle (Saale), Köln und Trier wird über das Beispiel der Stadt Weimar nachgedacht. Dort gibt es seit wenigen Jahren eine kommunale Kultursteuer – auch Kulturtaxe genannt – die auf alle Hotelübernachtungen erhoben wird.

Natürlich regt sich auch vereinzelt Widerstand. So wirft der Essener Intendant und GMD Stefan Soltesz der Politik vor, dass die Kultur zum Sündenbock maroder Haushalte gemacht werde.

Auch der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden, Martin Roth, meldete sich im MDR zu Wort und „hat die Politik aufgefordert, in Zeiten der Krise Kunst und Kultur nicht leise sterben zu lassen“.

Doch es sind einsame Rufer in der Politikwüste und ihre öffentlichen Meinungsäußerungen stellen eher das kurze Aufflackern eines Feuers auf einer Insel dar, als dass man da organisierten Widerstand vermuten könnte. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass jedes Theater, jedes Museum, jedes Orchester für sich kämpft und hofft, dass der Kelch mit dem bitteren Sparsaft an ihnen vorbei geht oder am Ende doch nicht ganz so bitter ist, wie erwartet.

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… ein offenes Wissensnetzwerk

Der KulturMittwoch will den praktischen Austausch von Wissen, Ideen, Konzepten, Projekten etc. zwischen Akteuren aller Kulturbereiche befördern.